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Sanitär / Badmöbel

  Grundsatzfragen der Badplanung

  Produktauswahl für das Bad

 
Vorteile der Vorwand-Installation

  Probleme mit Trinkwasser?

 
Installationsmaße Sanitär

 
Funktionsweise “CLOU”-Abfluß

 
Minibäder und Schlauchbäder

 
Bäder unterm Dach

 
Bäder im Keller

 
Tips für den Badmöbelkauf


Heizung / Lüftung

  Richtige Raumtemperaturen

 
Qualität von Stahlheizkörpern

 
Luftwechsel in Räumen
 

 

Rohrinstallation

  Rohrdimensionen


Elektro / Lampen

  Ausstattung Steckdosen/Schalter

 
Elektrik im Bad

 
Potentialausgleich an Stahlwannen

 
FB-Rohr (PG-Maß zu EN-Maß)

 
Belegung Telefonkabel

 
Belegung TAE-Telefondosen

 
Belegung Starkstromkabel

 
Einbaustrahler

 
Elektrische Schutzarten (IP-Klassen)

  Grundsatzfragen der Badplanung

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Welche Personen nutzen wann das Bad?

Tun sie das in der Regel gleichzeitig?

Bietet es sich an, Funktionszonen zu bilden und sie baulich voneinander zu trennen?

Werden Wanne, Dusche oder sogar beide gebraucht?

Wird Stauraum benötigt?

Ist an besondere Bedürfnisse von Kindern und/oder älteren Menschen zu denken?

  Produktauswahl für das Bad

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Aus welchem Material soll die Badewanne bestehen (Acryl, Stahl etc.)?
Welche Form soll die Badewanne haben (rechteckig, rund, oval, mehreckig, etc.)?
Soll die Badewanne in einen Wannenträger eingesetzt werden?
Soll die Badewanne Griffe haben?
Soll die Badewanne schmutzabweisend beschichtet sein?

Aus welchem Material soll die Duschwanne bestehen (Acryl, Stahl etc.)?
Welche Form soll die Duschwanne haben (rechteckig, viertelkreis, fünfeckig, halbkreis etc.)?
Soll die Duschwanne in einen Wannenträger eingesetzt werden?
Soll die Duschwanne möglichst flach sein (ebenerdig)?
Soll die Duschwanne schmutzabweisend beschichtet sein?

Soll die Duschabtrennung/Badewannenabtrennung aus Kunstglas oder Echtglas sein?
Soll die Abtrennung schmutzabweisend beschichtet sein?
Soll die Abtrennung möglichst ohne Profile sein?
Welche Farbe sollen die Profile haben?
Welche Türart wird gewünscht (Schiebetür, Falttür, Schwingtür)?
Wird eine zusätzliche Trennwand benötigt?
Wird die Trennwand auf den Badewannenrand aufgesetzt?

Soll das WC ein Tiefspüler oder ein Flachspüler sein?
Wird ein stehendes (Aufputz-Spülkasten) oder ein wandhängendes
(Unterputz-Spülkasten) WC gewünscht?
Soll das WC schmutzabweisend beschichtet sein?

Soll das Urinal mit oder ohne Deckel sein?
Wird der Druckspüler für das Urinal als Aufputz- oder als Unterputzvariante gewünscht?
Soll das Urinal schmutzabweisend beschichtet sein?

Wird das Bidet in bodenstehender oder in wandhängender Ausführung gewünscht?
Soll das Bidet einen Deckel oder einen Sitz beinhalten?
Soll das Bidet schmutzabweisend beschichtet sein?

Wird ein Einzelwaschtisch (oder mehrere) oder ein Doppelwaschtisch gewünscht?
Sollen Eckventile und Siphon mit einer Halbsäule oder einer Standsäule verkleidet werden?
Sollen statt einer Säule ein Designsiphon und Designeckventile verwendet werden?
Sind Badmöbel gewünscht?
Ist der Waschtisch höhenverstellbar geplant (für Kinder, Senioren oder Behinderte)?
Wird ein normaler Waschtisch oder ein Unterbau-, Vorbau-, Einbau- oder Standwaschtisch geplant?
Aus welchem Material soll der Waschtisch bestehen (Keramik, Mineralguß, Glas, Edelstahl)?
Wird ein Handwaschbecken benötigt (ein Waschtisch mit geringeren Abmessungen)?
Soll der Waschtisch schmutzabweisend beschichtet sein?

Sind Einhebel-Armaturen, Zweigriff-Armaturen, Thermostate oder elektronische Armaturen gewünscht?
Soll der Einbau Aufputz, Unterputz, als Wandarmatur oder als Wannenrandlösung erfolgen?
Soll die Waschtisch-Armatur einen herausziehbaren Auslauf oder einen Anschluß für eine
Munddusche haben?
Wie ist der Badewanneneinlauf geplant?

Werden Handbrausen , Kopfbrausen und / oder Seitenbrausen gewünscht?
Wird eine Brausestange gewünscht?
Wird ein Brausehalter gewünscht (verstellbar oder nicht verstellbar)?
Wie lang soll der Brauseschlauch sein?

Welche Accessoires werden benötigt (Wannengriff, Handtuchhalter, Badetuchhalter,
Handtuchring, Handtuchhaken, Bademantelhaken, Toilettenpapierhalter mit oder ohne Deckel, Reservepapier-halter, Toilettenbürstengarnitur, Kosmetikspiegel, Zierspiegel mit oder ohne Beleuchtung, Waschtischablagen, Glashalter, Seifenspender, Seifenschalen etc.)?
Aus welchem Material sollen die Accessoires bestehen (Keramik, Glas, verchromtes Messing)?

Wie wird das Badezimmer grundsätzlich beheizt (Flachheizkörper, Badheizkörper, Fußbodenheizung?
Soll ein zusätzlicher Badheizkörper installiert werden (elektrisch oder mit Warmwasser)?
Soll eine zusätzliche Fußbodenheizung installiert werden (elektrisch oder mit Warmwasser?

Wie erfolgt die Warmwasserversorgung (werden Elektro-Durchlaufspeicher oder
Elektro-Durchlauferhitzer benötigt)?

Wird für die Be- und Entlüftung ein Ventilator benötigt?

  Vorteile der Vorwand-Installation

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Für Neubau und Renovierung geeignet: geringer Schmutzanfall.

Kostengünstig aufgrund schneller Montage.

Für verschiedene Bauhöhen erhältlich.

Für Einzel- aber auch Reihenmontage von Sanitärelementen (WC, Bidet, Waschtisch, Urinal).

Montage vor der Wand, in der Wand, freistehend, gerade und auch über Eck.

Die Schallübertragung wird gedämmt und zusätzliche Ablageflächen werden geschaffen.

Bad und WC sind während der Umbauphase provisorisch nutzbar.

  Probleme mit Trinkwasser ?

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Warum Wasser zum Problem werden kann:

Fremdpartikel
Die Wasserwerke tun alles, um absolut einwandfreies Trinkwasser zu liefern.
Trotzdem können Fremdpartikel (etwa Schmutz- und Rostpartikel aus alten
Rorleitungen) in die Hausinstallation gelangen - dort setzen sie sich fest,
beschädigen und zerstören Leitungen und Geräte.

Kalk
Beim Regen versickert weiches Wasser im Erdboden und reichert sich beim
Durchfließen der Bodenschichten mit Mineralstoffen an - zum Beispiel mit Kalk.
Und viel Kalk macht Wasser hart und damit unangenehm.
Die Hauptgefahr: Kalk lagert sich in Leitungen und Geräten ab, mach sie mit
der Zeit unbrauchbar.
Zusätzlicher Energieverbrauch und hohe Reparaturkosten sind die Folgen.

Korrosion
Besonders hart für sanitäre Installationen und Geräte wird es, wenn Wasser einen
niedrigen pH-Wert und/oder viele Neutralsalze (Chloride, Sulfate) enthält bzw.
natürliche Korrosionsinhibitoren fehlen.
Dann können Leitungen, Geräte und Armaturen angegriffen und zerstört werden.
Rostfarbenes Wasser und Rostflecken an sanitären Anlagen sind Alarmsignale für
Korrosionen im Hausleitungsnetz.
Mit rostig-braunem Wasser fängt es an - und mit einem Rohrbruch endet es dann
in der Regel.

  Installationsmaße Sanitär

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Waschtisch - Installation
(am Beispiel KERAMAG “Felino”)

Anschlussmasse Siphon und Eckventile für vorgesehene Halbsäulenmontage!

WC - Installation stehend / Abgang hinten waagerecht
(am Beispiel KERAMAG “Felino”)

WC - Installation wandhängend
(am Beispiel KERAMAG “Felino”)

Bidet - Installation stehend
(am Beispiel KERAMAG “Felino”)

Bidet - Installation wandhängend
(am Beispiel KERAMAG “Felino”)

Urinal - Installation Zulauf von oben / Abgang nach unten
(am Beispiel KERAMAG)

Urinal - Installation Zulauf von hinten /Abgang nach hinten
(am Beispiel KERAMAG)

Brause - Installationen
(am Beispiel HANSA)

Badewannen - Installationen
(am Beispiel HANSA)

  Funktionsweise “CLOU”-Abfluß

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zu 3.)

Wird das Ablaufventil geschlossen, steigt das Wasser im Becken.

Parallel hierzu steigt das Wasser im Überlaufrohr des “CLOU”-Systems, das unsichtbar mit dem Ablauf verbunden ist.

Ab einer bestimmten Füllhöhe im Becken wird weiter nachfließendes Wasser über das Überlaufrohr in den Abfluß geleitet.
 

  Minibäder und Schlauchbäder

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Sanitärobjekte in kleineren Größen und Ausladungen für Minibäder wählen.

Ein Eckwaschtisch, kombiniert mit einem Unterschrank oder auf einer Säule mit integriertem Minischrank, nutzt den Raum besser aus und schafft Stauraum.

Statt Badewanne eine tiefere Eckdusche oder eine Duschwanne in Fünfeckform wählen.
Das spart Platz. Oder die Badewanne als Dusche mitnutzen.

Eckbadewanne oder Wanne in asymmetrischer Form über Eck installieren.

Vorwand-Installationssystem schaffen zusätzliche Ablageflächen für Utensilien.

Praktisch als Hadtuchtrockner: An der Wand montierte Röhrenheizkörper.

Nach Maß angefertigte Badmöbel nutzen jeden Winkel.

Helle Farben, diagonal verlegte Bodenfliesen und transparente Duschabtrennungen weiten den Raum.
Ebenso Spiegelflächen an Wänden und Badmöbeln.

Waagerechte Fliesenstreifen und Spiegelflächen geben dem Bad optische Breite.

Hoher Decken dunkler tönen oder abhängen und eine Konstruktion mit integrierten Lichtelementen anbringen.

  Bäder unterm Dach

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Decken und Wände müssen tragfähig sein.

Die Wände sollten feuchtigkeitsbeständig verkleidet und der Boden abgedichtet sein.

Vorwand-Installationssysteme ermöglichen auch in Schrägen eine optimale Raumaufteilung.
Sie bieten Sichtschutz und schaffen zusätzliche Ablageflächen.

Badmöbel lassen sich paßgenau in Schrägen und Nischen einfügen.

  Bäder im Keller

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Kellerbäder sind auch unterhalb der Rückstauebene (Straßenoberkante) in Verbindung mit der Verwendung von speziellen Abwasserpumpen möglich.

  Tips für den Badmöbelkauf

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Badmöbel müssen hitze- und feuchtigkeitsbeständig sein, über eine Wandaufhängung verfügen oder wasserfeste Standfüße bzw. Sockel besitzen.

Rückwände dürfen nicht bündig mit der Wand abschließen, sondern müssen für eine ausreichende Luftzirkulation hinter den Möbeln zurückgesetzt sein.

Die Kantenverleimung am Korpus muß wasserfest sein (PU-Verleimung, keine Schmelzkleber), die Fronten müssen entweder mit einer tiefgezogenen Folie beschichtet sein, oder aber mit einem dampfsperrenden Lack versehen sein.

Glaseinlegeböden tragen sicher ab 5mm Glasstärke. Vor Verletzungen schützen geschliffene Kanten. Außerdem sind kippsichere Fachboden-Halterungen wichtig.

Holzeinlegeböden müssen rundherum mit Kanten versehen sein (Verleimung siehe oben).

Spiegelflächen müssen wegen der Verletzungsgefahr rundherum geschliffen und poliert sein.
 

  Richtige Raumtemperaturen

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Die DIN 4701 legt die Norm-Innentemperatur fest.

Es läßt sich zusätzlich Energie sparen, wenn man in einigen Räumen die Temperatur leicht absenkt.
Pro abgesenktem Grad spart man in dem jeweiligen Raum 6% Energie ein.

Im Badezimmer ist bei Temperaturen unter 22°C die Erkältungsgefahr höher und das Behaglichkeitsgefühl der meisten Menschen beeinträchtigt.

Im Schlafzimmer reichen 16-17°C für einen gesunden Schlaf aus.

Im Wohn- und Kinderzimmer sollte die Temperatur durchschnittlich bei 20°C liegen.

In der Küche reichen 18°C aus, da beim Kochen zusätzliche Wärme entsteht.

Für Treppenhäuser sind 10°C angemessen.
 

  Qualität von Stahlheizkörpern

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Achten Sie beim Kauf von Stahlheizkörpern auf das RAL-Gütezeichen.

In der RAL-Gütegemeinschaft sind die führenden Flachheizkörper-Hersteller Europas zusammengeschlossen.
Nur sie haben sich durch strenge Prüfkriterien das Recht erworben, ihre Produkte mit dem RAL-Gütezeichen zu kennzeichnen.
Mit den Prüfnormen nach RAL und DIN haben alle Partner einheitlich hohe Grundlagen für die Produkt- und Qualitätsanforderung, die in allen Stufen der Produktion nachweisbar sind und mindestens einmal jährlichdurch eine anerkannte Prüfstelle, ohne vorherige Anmeldung, kontrolliert werden.
So entstehen Flachheizkörper mit einem Höchstmaß an Sicherheit und einem Maximum an Qualität, die sich deutlich von Billigprodukten abgrenzen.


Im einzelnen geht es bei der Qualitätsbetrachtung insbesondere um folgende Punkte:

Nenndicke
Mindestens 1,25mm für alle wasserführenden Teile, denn optimale Materialqualität bedeutet Anlagensicherheit, Zuverlässsigkeit und lange Lebensdauer.

Normwärmeleistung
Garantierte Einhaltung der angegebenen Wärmeleistung, da exakte Wärmeleistungen die Voraussetzung für eine optimale Auslegung der Heizkörper und damit für energiesparendes Heizen sind.

Dichtheit/Berstverhalten
Berstdruck mindestens 15 bar, so daß die Gefahr eines berstenden Heizkörpers nahezu vollkommen ausgeschlossen ist.

Oberflächenbeschichtung
Grundbeschichtung mind. gem. DIN 55900 Teil 1 / Fertiglackierung mind. gem. DIN 55900 Teil 2, denn doppelte Oberflächenbeschichtung garantiert einen optimalen Schutz und gutes Aussehen für viele Jahre.

Fremdüberwachung
Mindestens einmal jährlich durch eine neutrale Prüfstelle ohne vorherige Anmeldung, so daß die vorgegebenen Produktions- und Qualitäts-Richtlinien eingehalten werden müssen und eine Manipulation damit ausgeschlossen ist.
 

  Lüftung / Luftwechsel in Räumen

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Empfohlene Richtwerte für den Luftwechsel (Luftwechselzahlen) in Räumen

 

LWZ / h

Küche (privat)

15 - 25

Baderaum

5 - 7

Duschraum

15 - 25

WC (privat)

4 - 5

  Rohrdimensionen

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Aussendurchmesser Rohr (in mm)

Zoll

DN

Stahl

Kupfer

PE

PVC

1/8”

6

10,2

 

 

 

1/4”

8

13,5

 

 

 

3/8”

10

17,2

12

 

 

1/2”

15

21,3

18

 

 

3/4”

20

26,9

22

 

 

1”

25

33,7

28

 

32

1 1/4”

32

42,4

35

40

40

1 1/2”

40

48,3

54

50

50

2”

50

60,3

76,1

63

63

  Ausstattung Steckdosen / Schalter

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Standard-Ausstattung

gehobene Ausstattung

Wohnzimmer

10 / 4

16 / 6

Esszimmer

4 / 3

8 / 4

Küche

12 / 3

16 / 4

Bad

6 / 3

8 / 4

WC

6 / 3

8 / 4

Gäste-WC

3 / 2

3 / 3

Kinderzimmer

8 / 3

11 / 5

Arbeitszimmer

12 / 3

16 / 4

Schlafzimmer

8 / 3

11 / 5

Hausarbeitszimmer

8 / 3

10 / 4

Dachboden

4 / 3

8 / 4

Keller

4 / 3

8 / 4

Garage

4 / 2

8 / 3

Terrasse

2 / 2

4 / 4

  Elektrik im Bad

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Verwenden Sie für Ihr Bad nur Leuchten, die auf ihre Sicherheit geprüft worden sind.
Sie tragen entweder die Zeichen VDE oder VDE GS (GS = geprüfte Sicherheit), beide vom Verband deutscher Elektrotechniker oder das europäische Sicherheitskennzeichen ENEC (European Norm Electrical Certification).

Sämtliche Leuchten und Steckdosen (mit Klappdeckel) sollten für Feuchträume geeignet sein.
Ideal sind spritzwassergeschützte Modelle.

Tabuzonen befinden sich rund um Badewanne und Dusche: Hier dürfen keine Steckdosen und Leuchten installiert werden.

Für die Grundbeleuchtung sorgen Leuchten oder Strahler, die in der Mitte des Raumes unter der Decke plaziert werden. Halogenspots lassen sich auch gut in die Decke integrieren.

Wandleuchten und verdeckt angebrachte Leuchten setzen Lichtakzente und schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Die Spiegelbeleuchtung sollte weich und blendfrei sein. Ideal ist es, wenn das Licht von beiden Seiten auf den Spiegel einfällt.

  Potentialausgleich an Stahlwannen

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Neuanlagen

Im Februar 2002 ist die neue Norm VDE 0100-701 in Kraft getreten.
Sie gilt für Räume, die dem Baden und/oder Duschen von Personen dienen und in denen die Bade- oder Duscheinrichtungen fest angeordnet sind.

Insbesondere wird hier der Potenzialausgleich leitfähiger Bade- oder Duschwannen nicht mehr gefordert.
Selbstverständlich kann auch weiterhin geerdet werden, jedoch die zwingende Vorschrift zur Erdung ist entfallen.


Altanlagen und Modernisierung

“Grundsätzlich muss der zusätzliche Potentialausgleich an leitfähigen Stahl- oder Gusswannen wieder hergestellt werden.
Es mag zwar unsinnig klingen, wenn ein vorhandener Potentialausgleichsleiter an leitfähigen Stahl- oder Gusswannen wieder angeschlossen werden muss, obwohl bei einer Neuerrichtung diese zusätzliche Massnahme nicht mehr gefordert wird.
Die Forderung ergibt sich aber aus dem Bestandsschutz, d.h. die elektrische Anlage muss den Normen entsprechen, die zum Zeitpunkt der Errichtung gegolten haben.
Damit ergibt sich auch, dass normalerweise eine Nachrüstpflicht nicht gegeben ist.
Denn würden bei Renovierungsarbeiten die vorhandenen Anlagen immer an die neueste Norm angepasst, wäre das ein nicht vertretbarer wirtschaftlicher Aufwand.
Eine Nachrüstpflicht gibt es in den VDE-Bestimmungen nur, wenn ein wesentlicher Sicherheitsmangel in einer Norm festgestellt werden würde.
Eine schwierige Entscheidung ergibt sich, wenn an der vorhandenen Wanne kein Potentialausgleich vorhanden ist, obwohl dieser in der Vergangenheit gefordert war.
Formal müsste dann nachgerüstet werden.
Wo dies nicht möglich ist (z.B. Wasserrohre aus Kunststoff), würde sich u.U. eine umfangreiche Nachinstallation ergeben, die sicher bei den Betroffenen auf Unverständnis stoßen würde.
In solchen Fällen muss die verantwortliche Elektrofachkraft abwägen, ob die Nachrüstung notwendig ist, oder ob in Anlehnung an die neue Norm darauf verzichtet werden kann.”

Werner Hörmann, Fachautor und Mitglied der VDE-Normungsgremien

  FB-Rohr (PG-Maß zu EN-Maß)

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Außendurchmesser

PG-Maß (alt)

EN-Maß (neu)

13 mm

PG 9

 

16 mm

PG 11

M 16

19 mm

PG 13,5

 

20 mm

 

M 20

21 mm

PG 16

 

25 mm

 

M 25

29 mm

PG 23

 

32 mm

 

M 32

35 mm

PG 29

 

40 mm

 

M 40

43 mm

PG 36

 

50 mm

 

M 50

55 mm

PG 48

 

63 mm

 

M 63

  Belegung Telefonkabel

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Farbprioriäten

1. Farbe: rot
2. Farbe: grün
3. Farbe: grau
4. Farbe: gelb
5. Farbe: weiß
 

Pärchenbildung

1. Paar: rot _______   und rot -  - -  -
2. Paar: rot --      --  und  rot --  --  --

3. Paar: grün _______    und grün - -  - -
2. Paar: grün --     --   und grün --  --  --

usw.
 

  Belegung TAE-Telefondosen

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N

Modem / Anrufbeantworter

F

Telefon

  Belegung Starkstromkabel

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blau

Nullleiter

gelb / grün

Erde

braun

Phase (primär)

 

 

schwarz

Phase (sekundär)

  Einbaustrahler

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Niedervolt- und Hochvolt-Einbaustrahler eröffnen eine umfassende Möglichkeit der akzentuierten Lichtgestaltung.

Gegenüber dem Hochvolt-Kaltlichtspiegel bietet der Niedervolt-Kaltlichtspiegel ein brillanteres Licht und eine erheblich bessere Lichtausbeute.
Daraus ergibt sich, dass bei gleicher Lichtleistung eine höhere Anzahl von Hochvolt-Leuchten erforderlich ist, was einen deutlich höheren Stromverbrauch nach sich zieht.

Der Vorteil der Hochvolt-Halogentechnik besteht jedoch darin, dass kein Transformator mehr notwendig ist und auch grosse Strecken ohne Spannungsverluste überbrückt werden können.

Soweit bauseits möglich, ist der Einsatz von Niedervolt-Einbaustrahlern vorzuziehen.

  Elektrische Schutzarten (IP-Klassifikation)

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Ziffer 1
Schutzgrade für den Berührungs- und Fremdkörperschutz

IP 0X

kein besonderer Schutz

IP 1X

Schutz gegen feste Fremdkörper grösser als 50mm
(z.B. zufälliges Berühren mit der Hand)

IP 2X

Schutz gegen feste Fremdkörper grösser als 12mm
(z.B. zufälliges Berühren mit dem Finger)

IP 3X

Schutz gegen feste Fremdkörper grösser als 2,5mm
(z.B. Drähte, Werkzeuge)

IP 4X

Schutz gegen feste Fremdkörper grösser als 1mm
(z.B. Drähte)

IP 5X

mässiger Schutz gegen Staub

IP 6X

vollständiger Schutz gegen Staub

Ziffer 2
Schutzgrade für den Wasserschutz

IP X0

kein besonderer Schutz

IP X1

Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwassser
(Kondensation)

IP X2

Schutz gegen Tropfwasser bei Schrägstellung bis zu 15°

IP X3

Schutz gegen Sprühwasser bis zu 60° von der Senkrechten

IP X4

Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen

IP X5

Schutz gegen Strahlwasser aus einer Düse und
aus allen Richtungen

IP X6

Schutz gegen schwere See oder
Wasser in starkem Strahl